Viele Menschen greifen im Winter seltener zur Wasserflasche – doch auch in der kalten Jahreszeit braucht unser Körper ausreichend Flüssigkeit. Studien zeigen: Das Durstempfinden sinkt bei niedrigen Temperaturen deutlich. Warum das so ist, welche Risiken drohen und wie wir unseren Wasserhaushalt auch im Winter stabil halten können, erklären wir in diesem Beitrag.
Im Sommer erinnern uns Hitze, Sonne und Schweiß automatisch daran, genug zu trinken. Im Winter dagegen scheint die bewusste Flüssigkeitszufuhr weniger wichtig, viele Menschen bewegen sich weniger und das Durstgefühl sinkt. Dabei verliert der menschliche Körper auch bei Kälte Flüssigkeit – zum Beispiel über trockene Heizungsluft, die Atemluft oder dickere Kleidung, unter der sich Wärme aufstaut.
Schon ein geringer Flüssigkeitsmangel kann sich in Form von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, trockener Haut und Lippen sowie einer erhöhten Infektanfälligkeit infolge ausgetrockneter Schleimhäute bemerkbar machen.
Studien zeigen: Stark reduziertes Durstgefühl bei Kälte
Amerikanische Forschende von der Universität New Hampshire wiesen bei Versuchen mit Freiwilligen in einer Kältekammer nach, dass Menschen bei niedrigen Temperaturen bis zu 40 Prozent weniger Durst empfanden als bei wärmeren Bedingungen (Kenefick et al., 2004, Medicine & Science in Sports & Exercise). Aktuellere internationale Studien bestätigen diese Ergebnisse (vgl. Zhang et al., 2025; Tani et al., 2015).
Der Grund: Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße in Armen und Beinen, um die Wärme im Körperkern zu halten. Das erhöht kurzfristig den Blutdruck und signalisiert dem Gehirn fälschlicherweise, der Körper sei ausreichend versorgt. Das Durstgefühl sinkt deutlich.
Wie viel sollten wir im Winter trinken?
Die allgemeine Trink-Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt bei 1,5 bis 2 Litern Wasser pro Tag – abhängig von Aktivität, Ernährung und körperlicher Verfassung. Im Winter gilt das umso mehr, da der Flüssigkeitsverlust oft unbemerkt bleibt.
Ein hochwertiges Mineralwasser liefert zusätzlich wertvolle Mineralstoffe, die den Stoffwechsel unterstützen.
Praktische Tipps für den Winter-Alltag
- Wasser sichtbar platzieren
Direkt morgens eine Flasche Mineralwasser sichtbar bereitstellen – zum Beispiel auf den Frühstückstisch oder neben den Laptop.
- Warme Getränke trinken
Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder heißes Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft tragen zur Flüssigkeitsbilanz bei und wärmen den Körper gleichzeitig von innen.
- Nach Uhrzeit statt nach Durstgefühl trinken
Weil das Durstgefühl im Winter gedämpft ist, kann es helfen, sich feste Trinkzeiten vorzunehmen – etwa ein Glas Wasser zu jeder Mahlzeit und eines zwischendurch am Vormittag und Nachmittag. Feste Rituale und Routinen helfen, ohne Durstgedanken auszukommen.
- Vor, während und nach Bewegung trinken
Wer joggen geht, viel Sport treibt oder lange Spaziergänge macht, sollte nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter an zusätzliches Trinken über die empfohlenen 1,5 bis 2 Liter pro Tag denken – bei längerer Aktivität auch mit Elektrolyten.
- Auf Körperzeichen achten
Trockene Lippen und Hände, seltenes Wasserlassen oder dunkler Urin sind deutliche Warnsignale, dass es dem Körper an Flüssigkeit mangelt.
Die kalte Jahreszeit verändert unser Durstempfinden, nicht aber unseren Flüssigkeitsbedarf. Wer bewusst trinkt, unterstützt nicht nur Stoffwechsel und Konzentration, sondern stärkt auch das Immunsystem. Ein natürliches Mineralwasser ist dabei ein idealer Begleiter durch den Winter.

