Flüssigkeitsmangel: Der unsichtbare Gegner auf dem Fußballplatz

Junge Fußballspieler des FV Rheinlands trinken auf dem Spielfeld aus Tetra-Top-Kartonflaschen "Talentewasser".

Der menschliche Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser. Bei einem Mangel an Flüssigkeit drohen Leistungsverlust und Dehydration. Für Fußballer ist es somit essenziell, auf den eigenen Wasserhaushalt zu achten. Ein gezieltes Flüssigkeitsmanagement, verbunden mit einer auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmten Trinkstrategie, kann helfen, den Körper auf jede Belastungsphase bestmöglich einzustellen.

Die Bedeutung der richtigen Flüssigkeitszufuhr beim Fußball ist oft unterschätzt, spielt jedoch eine entscheidende Rolle für die körperliche Leistung und das Wohlbefinden der Spieler. Besonders bei intensiven Trainingseinheiten und Spielen bei hohen Temperaturen oder schnellem Tempo kann eine unzureichende Hydration zu Leistungsabfällen und gesundheitlichen Problemen führen.

Warum ist Hydration beim Fußball so wichtig?

Unser Körper besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser. Während sportlicher Aktivitäten verliert er durch Schwitzen eine erhebliche Menge an Flüssigkeit. Dehydration kann zu einer Vielzahl von Problemen führen:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit: Bereits eine geringe Dehydration kann die Ausdauer und Reaktionsfähigkeit negativ beeinflussen. Die Muskeln benötigen ausreichend Flüssigkeit, um effizient arbeiten zu können und auch die Koordination leidet unter Flüssigkeitsmangel.
  • Erhöhtes Verletzungsrisiko: Wenn der Körper dehydriert ist, wird das Risiko für Muskelkrämpfe und andere Verletzungen deutlich erhöht. Besonders bei sportlichen Aktivitäten, die schnelle Bewegungen und ständige Richtungswechsel erfordern wie beim Fußball, sind die Muskeln besonders anfällig.
  • Wärmeregulierung: Die richtige Flüssigkeitszufuhr hilft dem Körper, die Körpertemperatur zu regulieren. Bei mangelnder Hydration steigt das Risiko für hitzebedingte Erkrankungen wie ein Hitzeschlag oder Hitzekrämpfe.

Wie viel Flüssigkeit braucht ein Fußballspieler?

Der tägliche Wasserbedarf von Fußballspielern ist sehr individuell. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Trainingszustand, Urinmenge, Höhenlage und Schweißproduktion sind beeinflussende Faktoren. Der Deutsche Fußballbund (DFB) empfiehlt, im Alltag grundsätzlich 35 ml Flüssigkeit pro Körpergewicht aufzunehmen, im Nachwuchsbereich (15 bis 19 Jahre) reichen 30 ml aus. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass bereits ein Drittel der nötigen Flüssigkeit über die Nahrung zugeführt wird.

Der DFB definiert zwei Möglichkeiten, wie man den individuellen Wasserverbrauch einer Sporteinheit bestimmen kann. Zum einen durch eine Gewichtskontrolle vor und nach der Belastung, zum anderen durch die Kalkulation der Schweißrate, für die das Körpergewicht, die Flüssigkeitszufuhr, sowie Urinmenge und Dauer der sportlichen Einheit relevant sind.

Trinken in Belastungs- und Erholungsphasen

Bereits vor der sportlichen Belastung sollte dem Körper über den gesamten Tag ausreichend Flüssigkeit zugeführt und keine Mahlzeit ausgelassen werden. Zwei bis vier Stunden vor der Belastung sind laut DFB-Empfehlung 5 bis 10 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen.

Bei einer Belastungsdauer von mehr als 60 Minuten sollte jede Pause zum Trinken genutzt werden, bei Fußballspielen ist hierfür besonders die Halbzeitpause geeignet.

Ist nach der fußballerischen Belastung das Körpergewicht um weniger als 5 Prozent reduziert und steht in den nächsten 24 Stunden keine erneute Belastung an, können Flüssigkeit und Elektrolyte beliebig ersetzt werden. Bei einer stärkeren Dehydration und einer Regenerationszeit von weniger als 12 Stunden empfiehlt der DFB eine vollständige Rehydration mit 1,5 l Flüssigkeit pro Kilogramm Gewichtsverlust.

Zwei junge Fußballspieler in schwarzen Adidas-Trikots und Shorts stehen auf einem grünen Fußballfeld.
Vier Fußballtorhüter in Trainingskleidung liegen auf dem Rasen und halten jeweils einen Ball.
Zwei Fußballspieler in Trainingskleidung, einer mit grünem Adidas-Leibchen und Torwarthandschuhen, der andere trinkt aus einer Tetra-Top-Flasche auf dem Spielfeldrand.

Mineralwasser als optimales Fußballergetränk

Hypotone und isotonische Getränke sind die optimalen Sportgetränke, da sie vom Körper schnell aufgenommen und verarbeitet werden. Zu den hypotonen Getränken zählt zum Beispiel Mineralwasser, das bei weniger intensiven Einheiten zur Flüssigkeitsaufnahme völlig ausreicht.

Erst bei intensiven Belastungsphasen über 60 Minuten ist ein isotones Getränk sinnvoll, das den Sportler mit Flüssigkeit, Elektrolyten und häufig auch mit Kohlenhydraten versorgt. Obstsäfte, Softgetränke und Energydrinks gehören zu den hypertonen Getränke und sind für die Flüssigkeitsaufnahme während des Sports nicht geeignet.

Ein gezieltes Flüssigkeitsmanagement steigert somit nicht nur die Leistungsfähigkeit auf dem Fußballplatz, sondern trägt auch entscheidend zur Verletzungsprävention und schnellen Erholung bei. So wird die Flüssigkeitszufuhr nicht zum unsichtbaren Gegner auf dem Fußballplatz, sondern zum unerlässlichen Verbündeten für jeden erfolgreichen Fußballer.

Weitere Infos zum Flüssigkeitsmanagement vom DFB

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